Gastroösophagealer Reflux – Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Hinzugefügt:2025-08-27

Die gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) zählt zu den häufigsten Magen-Darm-Erkrankungen. Wissenschaftlichen Studien zufolge leiden 20–30 % der Bevölkerung in Industrieländern unter Refluxsymptomen wie Sodbrennen und dem Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre. Obwohl sie oft nur mit einem brennenden Gefühl in der Speiseröhre in Verbindung gebracht wird, handelt es sich tatsächlich um ein komplexes Problem, das nicht ignoriert werden sollte.

Was ist Reflux?

Sodbrennen ist eine Erkrankung, bei der saurer Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließt. Dies geschieht, wenn der untere Ösophagussphinkter (LES) nicht richtig funktioniert. Normalerweise sollte er sich nach jedem Schlucken schließen. Bleibt er jedoch zu locker, reizen Salzsäure und Verdauungsenzyme die empfindliche Schleimhaut der Speiseröhre.

Symptome von Reflux

Die charakteristischsten Symptome sind:

  • Sodbrennen, d.h. ein brennendes Gefühl in der Brust, das sich nach dem Essen verschlimmert,
  • Rückfluss von saurem Speisebrei in den Rachen,
  • Gefühl eines sauren oder bitteren Geschmacks im Mund,
  • Schmerzen im Oberbauch, Aufstoßen, Übelkeit.

Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass Reflux auch ungewöhnliche Symptome verursachen kann, wie zum Beispiel:

  • chronische Heiserkeit
  • Husten in der Nacht,
  • Erosionen des Zahnschmelzes (verursacht durch Kontakt mit Säure),
  • ein Gefühl wie ein „Klumpen im Hals“.

Ursachen von Reflux

Viele Faktoren beeinflussen die Entstehung von Reflux:

  • Lebensstilfaktoren: Fettreiche und schwer verdauliche Ernährung, Alkohol, Kaffee, Schokolade und kohlensäurehaltige Getränke, Rauchen, Übergewicht und Bewegungsmangel, Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. Antidepressiva, Spasmolytika) können den Ösophagussphinkter entspannen.
  • Anatomische Faktoren: Hiatushernie, geschwächte Zwerchfellmuskulatur,
  • Physiologische und hormonelle Faktoren: Reflux tritt häufiger bei Schwangeren auf (Einfluss von Progesteron und Druck durch die Gebärmutter).

Warum tritt Reflux bei Neugeborenen auf?

Reflux tritt bei Kleinkindern sehr häufig auf. Er entsteht unter anderem durch die Unreife des unteren Ösophagussphinkters (LES). Bei Neugeborenen ist der Muskel, der Speiseröhre und Magen trennt, noch nicht vollständig entwickelt und öffnet sich leicht. Dadurch gelangt Mageninhalt zurück in Speiseröhre und Mund. Da Kinder zudem die meiste Zeit auf dem Rücken liegen, trägt die Schwerkraft nicht dazu bei, flüssige Nahrung im Magen zu halten. Hinzu kommt, dass der kleine Magen eines Kindes nur ein sehr begrenztes Fassungsvermögen hat und daher leicht überläuft und überschüssige Nahrung als Regurgitation wieder hochgewürgt wird. Bei Kleinkindern und Neugeborenen spricht man daher von physiologischem Reflux, der durch das sich entwickelnde Verdauungssystem bedingt ist.

Reflux und Magenübersäuerung

Magenübersäuerung, also eine erhöhte Produktion von Salzsäure im Magen, äußert sich meist durch Sodbrennen im Oberbauch, Magenschmerzen, Aufstoßen und Übelkeit. Sie kann durch Faktoren wie Ernährung, Stress, bestimmte Medikamente oder eine Helicobacter-pylori -Infektion verursacht werden. Gastroösophagealer Reflux hingegen ist der Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre aufgrund einer Funktionsstörung des unteren Ösophagussphinkters. Diese Säure enthält zwar Salzsäure, das Problem liegt jedoch nicht in der Menge selbst, sondern in ihrer Anwesenheit an einem Ort, wo sie nicht hingehört (in der Speiseröhre). Reflux kann sowohl bei Magenübersäuerung als auch bei normaler oder sogar reduzierter Säureproduktion auftreten – denn der Mechanismus des Säurerefluxes ist entscheidend. Zusammenfassend lässt sich sagen: Magenübersäuerung bedeutet einen Überschuss an Säure im Magen, während Reflux der Rückfluss von Säure und anderen Nahrungsbestandteilen in die Speiseröhre ist. Daher ist es möglich, Reflux ohne Hyperazidität zu haben und umgekehrt, Hyperazidität ohne Reflux.

Refluxbehandlung

Die medikamentöse Behandlung besteht meist in der Verschreibung von Protonenpumpenhemmern, die die Salzsäuresekretion reduzieren. Diese lindern lediglich die Symptome, bekämpfen aber nicht die Ursache. Darüber hinaus können weitere Nebenwirkungen auftreten, wie zum Beispiel:

  • Nährstoffmängel (verminderte Aufnahme von Vitamin B12 , Magnesium, Eisen und Kalzium, mögliche Schwächung der Knochen, die zu Osteoporose und einem erhöhten Frakturrisiko führt);
  • Infektionen (ein niedrigerer Säuregehalt im Magen begünstigt die Vermehrung von Bakterien, was das Risiko von Darminfektionen und Lungenentzündung erhöht);
  • Veränderungen im Darmmikrobiom (chronische Säurereduktion fördert Dysbiose, was sich auf Verdauung und Immunität auswirken kann).

Eine wirksamere Behandlung besteht in einer Umstellung des Lebensstils und der Einhaltung einiger einfacher Regeln: kleinere Portionen essen, Mahlzeiten vor dem Schlafengehen vermeiden, mit leicht erhöhtem Oberkörper schlafen und bei Übergewicht abnehmen. Kamillen- und Süßholztees lindern die Beschwerden auf natürliche Weise, während eingelegtes Gemüse die Darmflora unterstützt. Eine probiotische Therapie mit Lactobacillus acidophilus Er-2 Stamm 317/402 Narine bietet ebenfalls wertvolle Unterstützung. Narum Tab in Tablettenform wurde speziell für die Wirkung im Magen entwickelt, reguliert den pH-Wert, eliminiert pathogene Mikroorganismen und erhält das Gleichgewicht der Magenflora aufrecht. In Kombination mit Narum Forte und dem Multistamm-Präparat Narum Plus entsteht ein umfassendes Paket zur Wiederherstellung des Gleichgewichts der Darmflora.

Komplikationen durch Reflux – warum sollte man ihn nicht ignorieren?

Sodbrennen ist zwar sehr lästig, lässt sich aber heutzutage durch symptomatische Behandlung schnell lindern. Unbehandelt kann es jedoch zu schwerwiegenden Komplikationen wie chronischer Ösophagitis, Verengungen und Erosionen sowie sogar zu einem Barrett-Ösophagus führen, der das Risiko für Speiseröhrenkrebs erhöht. Daher ist es wichtig, bei anhaltenden Sodbrennen-Symptomen die zugrunde liegende Ursache zu ermitteln und zu behandeln.

Die gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) betrifft weltweit Millionen von Menschen. Ihre Symptome beeinträchtigen nicht nur die Lebensqualität, sondern können auch zu schwerwiegenden Komplikationen führen. Die gute Nachricht: In vielen Fällen lassen sich die Symptome durch Lebensstiländerungen, eine angepasste Ernährung, die Einnahme von Probiotika und bewusste Gewohnheiten deutlich lindern.

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